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Blackout-Vorbereitung: Was tun bei Stromausfall?

Ein längerer Stromausfall ist selten, aber möglich. Mit der richtigen Vorbereitung bleiben Sie handlungsfähig — ohne Panik, mit klarem Kopf. Dieser Guide zeigt konkrete Maßnahmen für Privathaushalte.

⏱ Lesezeit: ca. 8 Minuten📅 Aktualisiert: März 2026⚠️ Kein Generator im Innenraum!

⚠️ Wichtiger Sicherheitshinweis

Generatoren mit Verbrennungsmotor dürfen niemals in geschlossenen Räumen, Garagen oder in der Nähe von Fenstern betrieben werden. Kohlenmonoxid ist geruchlos und tödlich. Nur Akku-Powerstationen sind für den Innenraum geeignet.

Phase 1: Vorbereitung (jetzt, bevor es passiert)

Gute Blackout-Vorbereitung beginnt nicht im Moment des Ausfalls, sondern jetzt — in Ruhe und ohne Zeitdruck. Das Wichtigste zuerst:

🔦 Beleuchtung

  • LED-Taschenlampe (mind. 2)Pflicht
  • Ersatzbatterien (AA, AAA)Pflicht
  • Kerzen + FeuerzeugPflicht
  • Kerzenständer/sichere UnterlagePflicht
  • StirnlampeEmpfohlen

📻 Kommunikation

  • Batterieradio / KurbelradioPflicht
  • Powerbank (20.000+ mAh)Pflicht
  • Notfallnummern ausgedrucktPflicht
  • Kurbel-/SolarladestationEmpfohlen

🍳 Kochen & Wärme

  • Campingkocher + GaspatronenPflicht
  • Wolldecken / SchlafsäckePflicht
  • Warme Kleidung (Lagen)Pflicht
  • WärmflaschenEmpfohlen

Phase 2: Im Ernstfall — Was wann tun?

Wenn der Strom ausfällt, ist ein klarer Handlungsplan Gold wert. Hier die wichtigsten Phasen:

0–2 Stunden

Sofortmaßnahmen

  • Taschenlampen holen und einschalten
  • Smartphones und Powerbanks sofort laden (falls noch Strom)
  • Kerzen aufstellen (mit Bedacht!)
  • Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen lassen
  • Radio einschalten → Notfallinformationen hören
  • Nachbarn, bes. ältere Menschen, informieren
🌙
2–12 Stunden

Kurzer Ausfall — überschaubar

  • Campingkocher für warme Mahlzeiten nutzen
  • Wärmedecken herauslegen (Heizung funktioniert evtl. nicht)
  • Wichtige Telefonnummern aus gespeichertem Kontakt notieren
  • Bargeld bereithalten (Kartenterminals funktionieren nicht)
  • Nötigenfalls Notfall-WC vorbereiten (falls Pumpen ausfallen)
🏕️
12–72 Stunden

Mehrtägiger Ausfall — volle Vorsorge aktiv

  • Zu wärmsten Raum der Wohnung zusammenziehen
  • Fenster und Türen gut abdichten (Wärmeverlust reduzieren)
  • Gefriertruhe-Inhalt in Kisten auf Balkon/Keller (Winter) umlagern
  • Wasservorrat nutzen (Leitungswasser evtl. nicht verfügbar)
  • NINA-App oder UKW-Radio auf Durchsagen überwachen
  • Nachbarschaftshilfe organisieren

Besondere Situationen

Heizung ohne Strom

Die meisten modernen Gas- und Ölheizungen benötigen elektrische Steuerung und Umwälzpumpen. Bei Stromausfall funktionieren sie nicht.

  • Alle Bewohner im wärmsten Raum zusammenziehen (Südseite, wenig Außenwände)
  • Decken, Schlafsäcke, dicke Kleidung nutzen
  • Türen schließen (Wärme halten)
  • Wärmflaschen mit Campingkocher erwärmen
  • Bei extremer Kälte: Notunterkunft in Turnhalle/Gemeinde aufsuchen

Kühlschrank und Gefriertruhe

Öffnen Sie Kühl- und Gefriergeräte so wenig wie möglich. Ein voller Gefrierschrank hält länger als ein leerer.

Häufige Fragen zur Blackout-Vorbereitung

Wie lange kann ein Blackout dauern?
Ein kurzer Stromausfall dauert Minuten bis Stunden. Ein Regional-Blackout kann 24–72 Stunden dauern. Das BBK empfiehlt, sich auf bis zu 72 Stunden (3 Tage) ohne externe Versorgung vorzubereiten. Größere Krisen können länger dauern.
Funktioniert meine Heizung bei Stromausfall?
Die meisten modernen Gas- und Ölheizungen benötigen Strom für Steuerung und Pumpe — sie funktionieren bei Stromausfall NICHT. Ältere Heizungen mit mechanischem Regler können weiter laufen. Prüfen Sie Ihre Heizungsanlage vorab.
Was tun mit Lebensmitteln im Kühlschrank bei Stromausfall?
Der Kühlschrank hält bei geschlossener Tür ca. 4 Stunden die Temperatur. Die Tiefkühltruhe ca. 24–48 Stunden. Öffnen Sie Kühlschrank und Gefriertruhe so selten wie möglich. Tiefkühlkost auf dem Balkon (im Winter) oder beim Nachbarn zwischenlagern.
Kann ich einen Generator im Haus betreiben?
Generatoren mit Verbrennungsmotor dürfen NUR im Freien betrieben werden! Der entstehende Kohlenmonoxid (CO) ist tödlich und geruchlos. Im Haus oder in der Garage entstehen lebensbedrohliche Konzentrationen innerhalb von Minuten.
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📚 Quellen